Mai 2026
Da ist es wieder das herrliche „Maigrün“ Es zeigt sich in den frischen Blättern der Buchen, im sprießenden Rasen, bei den austreibenden Stauden und den vitalen Gemüsepflanzen! Die perfekte Kulisse für eine stimmungsvolle Terrassen- Szenerie! Lassen Sie sich von dieser prallen Lebensfreude anstecken und genießen Sie an den ersten warmen Tagen Ihren Garten mit Freunden oder auch alleine… Bei Trockenphasen sollte jedoch auch gegossen werden, damit die frische Pracht nicht allzuschnell verbräunt.
Zimmer/ Haus
Der Gartenfachhandel lockt mit vielen ausgesprochen schönen Zier und Balkonpflanzen. Bei all den prächtigen Blüten sollte jedoch noch ein Augenmerk auf die Frosthärte gelegt werden! Alles richtig macht der, der die Eisheiligen abwartet. Ein weiteres Kriterium für den Erfolg ist der richtige Standort (Sonne oder Schatten) für Ihre Pflanzen. Auch mit der in den letzten Jahren schon zur Normalität gewordenen Trockenphase Mitte Mai bis Juni sollte gerechnet und vorgesorgt werden. Viele Anbieter haben gute Bewässerungssysteme auch mit Wasservorrat für Balkon und Terrasse im Angebot. Wer gerne naturnah gärtnert, kann mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Zweizahn (Bidens) oder Schneeflocke (Bacopa), auch gerne gemischt mit Kräutern wie Thymian und Oregano, selbst auf kleinstem Raum nützliche Insekten fördern. Eine gute nährstoffreiche Pflanzerde, sowie später dann eine regelmäßige Düngung sind weitere Garanten für gesunde, reichblühende Pflanzen, die bis zum Herbst Freude bereiten.
Gemüsegarten
Die ersten Salate und Radieschen können bereits geerntet werden und machen Patz für Ihre Nachfolger. Nach den Eisheiligen, bei Bodentemperaturen über 10°C, können Tomaten, Gurken, Zucchini sowie Kürbis ins Freie gepflanzt werden. Wer ein Tomatenhäuschen sein Eigen nennt, kann gegen Bodenmüdigkeit (Nematoden) Tagetes zwischen die Tomaten pflanzen. Auch gegen die weißen Fliegen bei Kohlgewächsen sollen Tagetes eine vorbeugende Wirkung haben. Ein weiteres solches Paar in punkto Pflanzengesundheit sind übrigens Bohnen zusammen mit Bohnenkraut. Das Kraut passt nicht nur als Gewürz zu den Bohnen, es schützt diese auch im Beet vor Schädlingen. Möhren, Rettich, Radieschen, Kohl und Zwiebeln können effektiv mit feinmaschigen Schädlingsschutznetzen vor Befall mit Mittessern aller Art bewahrt werden.
Ziergarten
Bereits abgeblühte Ziersträucher sollten jetzt nach Bedarf ausgelichtet und zurückgeschnitten werden, so können sich die neuen Blüten für nächstes Jahr über den Sommer wieder gut entwickeln. Bei abgeblühten Tulpen und Narzissen und Co. werden die Blütenstände entfernt, das Laub sollte nach Möglichkeit einziehen können so hat man viele Jahre Freude an seinen Zwiebelblumen. Auch bei den Pfingstrosen die jetzt besonders schön blühen, sollten nur die verblühten Blumen entfernt werden, das Laub sorgt über den Sommer für die Ernährung der unterirdischen Rhizome und damit für eine reiche Blüte im nächsten Jahr. Lücken im Staudenbeet können jetzt durch Nachpflanzen geschlossen werden, hier sollte neben verschiedenen Blütezeiten auch auf die Blattfarben und Formen geachtet werden, so ist das Beet das ganze Jahr eine Augenweide! Auch hier ist der mancherorts vorhandene Wassermangel ein Thema, trockenresistente Stauden sind ein guter Lösungsansatz um auch mit wenig Zeit für´s Gartengießen schöne Staudenbeete zu erhalten.
Obstgarten
Wenn der Mai bereits trocken ist, sollten frischgepflanzte Obstgehölze ausreichend gewässert werden, da noch nicht genügend Wurzelmasse für Trockenzeiten gebildet wurde. Generell gilt es das erste Jahr nach der Pflanzung sollte gewässert werden, um das Anwachsen zu erleichtern! Kleinwüchsige Obstgehölze sind auch in Folgejahren für eine bedarfsgerechte Bewässerung dankbar, da aufgrund der schwachwachsenden Unterlagen auch die Wurzeln nicht so tief gehen. Bei Pfirsich, Aprikose und Pflaumen kann es sinvoll sein, übermäßigen Fruchtbehang Ende Mai auszudünnen, so das der Baum nicht „ausgepowert“ wird und die Blütenbildung für das Folgejahr gefördert wird! Vorsicht bei Erdbeerblüten, diese sind empfindlich bei Nachtfrösten. Schäden können mit einer nächtlichen Vliesabdeckung bei Frostgefahr vermieden werden. Erdbeeren sind eigentlich selbstbestäubend, jedoch kann es nicht schaden, diese tagsüber wieder aufzudecken, damit auch Insekten die Blüten bestäuben können.