April 2026

In den Beeten üppige Narzissen oder farbgewaltige Tulpen, darüber die schneeweißen und zartrosa Blütenwolken der Kirsch und Apfelbäume in denen es unermüdlich summt und brummt: Der Frühling steuert auf seinen Höhepunkt zu, gönnen Sie sich die Zeit, diese Eindrücke zu bewundern und zu genießen! Im Garten ist um diese Jahreszeit sowieso jede Menge zu tun, also geht der Genuss quasi nebenbei, wenn man es nur zulässt! Wer sich ein paar Tulpen für die Vase schneiden möchte, sollte darauf achten, dass ein paar Blätter stehen bleiben, damit die Zwiebel noch Kraft für die Blüte im nächsten Jahr tanken kann…

Zimmer/ Haus

Unsere Zimmerpflanzen werden im April manchesmal etwas „stiefmütterlich“ behandelt und reagieren auf Trockenheit und starke Sonneneinstrahlung hinter dem Fensterglas mit Blattfall, Schädlingsbefall und Sonnenbrand. Hier kann eine kalibetonte Düngung, das Verrücken der Pflanzen in den „hellen“ Monaten und regelmäßiges Gießen vorbeugend echt Wunder wirken. Zimmer- Alpenveilchen brauchen nach der Blüte eine Ruhephase in der Sie so trocken gehalten werden, dass die Knolle nicht schrumpft. Ab Mitte Mai darf die Pflanze auf einen schattigen Platz ins Freie umziehen, im September wird Sie erneut im Zimmer angetrieben und blüht wieder. Wer kennt es nicht- schon Anfang April fallen in Super- und Baumärkten die ersten Angebote für Beet- und Balkonpflanzen (meist als 6er Tray) ins Auge. Doch Vorsicht mit den „Schnäppchenangeboten“ von Balkonpflanzen! In „rauen“ Klimazonen Bayerns hat die Regel mit den Eisheiligen (Mitte Mai) durchaus Sinn, damit die Pflanzen gut gedeihen und nicht zweimal gekauft werden müssen!

Gemüsegarten

Petersilie aus den Vorjahren gerne stehen lassen, die Pflanzen blühen bald und „liefern“ reichlich sehr gut keimfähiges Saatgut. Salat sollte ruhig hoch gepflanzt werden, damit die Herzknospe bei feuchter Witterung nicht fault. Eine Vliesabdeckung ist im Gemüsegarten oft das Mittel der Wahl, ob als Frostschutz, oder als Schutz vor Schädlingen ein Wundermittel! Oft wird unser Vlies besonders bei Tunnelbeeten jedoch „vom Winde“ verweht… Hier kann mit alten hartgewordenen Gartenschlauchstücken Abhilfe geschaffen werden. Diese werden etwa 12 bis 24 cm lang abgeschnitten und einmal der Länge nach aufgeschlitzt fertig sind perfekte Klemmen! Mit Diesen wird unser Vlies dann an den Bögen festgeklammert. So kann aus Abfall ein nützlicher Helfer entstehen! Im April ist auch Zeit Erbsen und rote Beete auszusäen. Auch der Bärlauch und verschiedene Kräuter wie Schnittlauch oder Winterheckzwiebel (Übrigens ein guter Partner für Möhren und rote Beete) bringen Abwechslung auf unseren Speiseplan…

Ziergarten

Dauert die Suche nach einem geeignetem Nest im Frühling zu lange sind die Energiereserven einer überwinterten Hummelkönigin schnell aufgebraucht. Mit ein paar Tropfen Zuckerwasser (1/2 Teelöffel Zucker in etwas lauwarmen Wasser gelöst) lassen sich die ermatteten, bewegungslos auf dem Boden sitzenden Insekten schnell mit Energie versorgen. Gräser, Farne, spät blühende oder mediterane Stauden wie Fackellilie (Kniphofia), Krötenlilie (Tricyrtis), Herbst- Anemone, Heiligenkraut (Santolina), auch Lavendel oder Verbena Bonariensis werden am besten im Frühjahr in den Staudengarten gepflanzt. So haben Diese eine Saison Zeit einzuwurzeln und damit bessere Chancen den ersten Gartenwinter gut zu überstehen! In rauhen Lagen empfiehlt sich generell zur Staudenpflanzung der Frühjahrestermin! Bei überwinterten Malven sollten jetzt die Blätter auf orange Pusteln des Malvenrostes kontrolliert werden, kranke blätter entfernen. Wer von Dickmaulrüsslern geplagt wird, kann jetzt mit der Gießbehandlung mit HM- Nematoden beginnen

Obstgarten

Zu dichte Himbeerspaliere können im April noch gut ausgelichtet werden, als Faustzahl gilt: zehn Ruten pro Meter, bei starkwachsenden Sorten um die acht, bei schwachwachsenden Züchtungen bis zwölf Ruten stehen lassen. Kräuselkranke Pfirsichblätter absammeln, sind bei Johannisbeeren Blätter blasig aufgewölbt und rötlich verfärbt (Johannisbeerblasenlaus) diese bitte ebenfalls entfernen. Beide Maßnahmen (Pfirsich und Johannisbeere) verhindern eine weitere Ausbreitung der jeweiligen Krankheit! Bei Johannis- und Jostabeeren können jetzt noch gut Absenker gemacht werden: Ein Trieb in Bodennähe wird mit einem Drahtbügel im Boden fixiert und bewurzelt über das Jahr… Wer noch einen Obstbaum pflanzen möchte, findet in März und April in Baumschulen ein großes Sortiment. Der Pflanztermin im Frühjahr bietet den Vorteil, dass die Pflanze perfekt eingewurzelt in den folgenden Winter geht. Für kleine Gärten bieten sich entweder kleinwüchsige Bäumchen oder ein großer „Familienbaum“ mit z.B. verschiedenen Apfelsorten an, letzterer fungiert dann auch als wertvoller Schattenspender in heißen Sommern.

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